Barnowski-Geiser, Waltraut 

Vater, Mutter, Sucht

Wie erwachsene Kinder trotzdem ihr Glück finden können

Kleine Reihe, Band 5

Seiten: 128

Jahr: 2011

Auflage: 1.

ISBN Nummer: 9783934933323

11.95 € inkl. MwSt.

Beschreibung / Inhaltsübersicht

Kinder suchtkranker Eltern finden wenig Beachtung. Die Sucht von Vater oder Mutter ist tabu, das Leiden der Kinder ist tabu. Das bleibt oft auch so, wenn die Kinder erwachsen werden.

Waltraut Barnowski-Geiser hilft mit diesem Buch, das Schweigen zu durchbrechen. Sie lässt Betroffene zu Wort kommen. Sie zeigt die sieben Stärken und die sieben Wunden erwachsener Suchtkinder. In einem Selbsttest können die Rollen, die Suchtkinder spielen, erkannt und durch die Hilfen des AWOKADO-Konzeptes überwunden werden.

Die Autorin schreibt:
„Wer verdrängt, steckt fest! Wer hinschaut und aktiv wird, kann wachsen.“

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Rezensionen

Elke Haubold, Musiktherapeutin, 06. Juni 2011:
Danke für dieses einfühlsame und aufwühlende Buch!
Ob Betroffene, Angehörige oder Weggefährten ob Miss Marple oder Robin Hood – dieses kleine einfach und klar geschriebene Buch kann für Jede/n eine große Hilfe sein.
Frau Barnowski-Geiser gelingt es ein Tabu aufzubrechen ohne es bloßzustellen, Dinge beim Namen zu nennen ohne anzuklagen. Vor allen Dingen gelingt es ihr mit viel Behutsamkeit und Achtsamkeit die Leiden der Kinder (auch der Erwachsenen-Kinder) deutlich zu machen und ernst zu nehmen und trotz aller Schwere etwas Spielerisches anzubieten. Mit einem Selbsttest (S. 71ff) regt die Autorin dazu an, die eigene Rolle auf der Bühne des Lebens einmal zu beleuchten – sie lädt ein ohne belehrend zu sein.
Mein Dank und meine Wertschätzung gelten Frau Barnowski-Geiser, die scheinbar unermüdlich für die Belasteten und Zu-kurz-gekommenen tätig ist und mit diesem Buch ein Kunst-Werk der Hoffnung geschaffen hat.
Uwe-Friedrich Obsen, 25. Juli 2011:
Im schmalen, kleinformatigen Band verfolgt eine Suchttherapeutin ein in der Co-
Abhängigkeits-Debatte bekanntes Thema: die Realität von erwachsenen Kindern aus
Suchtfamilien und ihre nachwirkenden Traumata. Entlang von Betroffenenberichten zeigt die Autorin zunächst die Merkmale und Auswirkungen der Sucht in der Familie, insbesondere bezogen auf die Kinder sowie das Fortwirken der Belastungen im Erwachsenenalter. Eine Stärke des Buchs ist, dass die Autorin nicht nur die Verletzungen der "Suchtkinder" herausarbeitet (und dies anschaulich anhand der Rollen, die die Kinder einnehmen können, z.B. der Pippi-Langstrumpf- oder der Mutter-Teresa-Typus), sondern - in der Literatur meist vernachlässigt - auch ihr Stärken-Potenzial und dies in der Therapie fruchtbar zu machen sucht. Diese mündet im 7 Schritte umfassenden "AWOKADO"-Programm, das mittels tiefenpsychologischer, leibtherapeutischer und kreativer Methoden zu einem "glücklicheren Leben" führen will.
Susanne Dörr, Fachtherapeutin für Kinder und Jugendliche aus belasteten Familien, 02. August 2011:
Ein kleines, wunderbar leicht verständlich geschriebenes Buch, das nicht nur Worte findet für das oft so diffuse und scheinbar unfassbare Leiden der Kinder suchtkranker Menschen, sondern auch Wege, um ihnen zu helfen, dieses Leid allmählich zu lindern. Nach "Hören, was niemand sieht" ein wertvolles Folgewerk aus der Feder von Waltraut Barnowski-Geiser, das mit kompetenter Wissensvermittlung und therapeutischer Unterstützung (nicht nur) Betroffenen Mut macht, dem Kind, für das es keinen Platz gab neben der Sucht, endlich die Achtsamkeit zu schenken, die es verdient.
Ein großer Dank an Frau Barnowski-Geiser, dass sie sich mit so viel Herzblut und unermüdlichem Einsatz stark macht für all jene, für die auch in der Therapie viel zu lange jeder Blick gefehlt hat. Damit Entlastung möglich und Heilung folgerichtig greifbar wird!

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